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Lehrbeauftragte & Promovierende
Lehrstuhl für Geschichte der ost- und mitteleuropäischen Kulturen im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit
Zielsetzung der Dissertationsvorhabens ist es zu hinterfragen, ob Jörg von Nürnberg in weiteren Quellen vorkommt, inwieweit seine Überlieferung Akkurat ist und wie sein Persönlicher und Professioneller Werdegang ausgesehen hat. Bei Jörg von Nürnberg handelt es sich um einen Büchsenmeister, welcher in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert für mehrere Arbeitgeber tätig war. Gemäß seinen impliziten Angaben waren das der letzte Bosnische König Stjepan Tomašević (1461-1463), Herzog Stjepan Vukčić Kosača (1435-1466), Sultan Mehmed II. (1451-1481), Doge Giovanni Mocenigo (1478-1485) und Papst Sixtus IV. (1471-1484). Am längsten Stand Jörg von Nürnberg bei Osmanischen Sultan Mehmed II. im Dienst, was in der Geschicht von der Türckey mündete, wo Jörg seine Erlebnisse und sein Wissen über dass Osmanische Reich unter seiner Herrschaft weitergegeben hat.
Der Text des Jörg von Nürnberg ist in einer Sammelhandschrift und drei weiteren Inkunabeln welche den Titel Geschicht von Türckey tragen, überliefert worden. Die Sammelhandschrift befindet sich in der Universitätsbibliothek Gießen (Hs. 329) und ist in die späten 1470er und zu Beginn der 1480er Jahre datiert worden, jedoch ohne genau Identifizierten Schreiber, Sammler und Entstehungsort. Anders sieht es bei den Inkunabeln aus, wo Drucker und Entstehungsort bekannt sind. Die Inkunabel von 1482/83 (GW M12694) und 1496 (GW M12696) wurden in Memmingen von Albrecht Kunne gedruckt, und die letzte Inkunabel von 1500 (GW M12698) wurde in Nürnberg von Hans Mair gedruckt. Da es sich bei dieser Dissertationsarbeit um keine geschlossen Monografie handelt, sieht die Auseinandersetzung mit dem Thema um die Persönlichkeit des Jörg von Nürnberg insgesamt fünf Kapitel vor in den die jörgschen Überlieferung als Drehe- und Anhaltspunkt dienen wird.
Im ersten Kapitel richtet sich das Augenmerk auf die Gießener Sammelhandschrift, wo diese zuerst inhaltlich vorgestellt wird. Desweiteren wird selbige in Bezug zur Frage des Schreibers, Sammlers und seines Sammlerinteresses wie auch auf den Entstehungsort, hinterfragt. Das zweite Kapitel sieht vor den jörgschen Handschrift Text aus der Gießener Sammelhandschrift mit der ersten Inkunabel von 1482/83 einem Synoptischen Vergleich zu unterziehen. Hierbei sollen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede gegenübergestellt werden, um festzustellen in welchem Abhängigkeitsverhältnis die Text zueinanderstehen, bzw. im weiteren Verlauf die Textgenese deutlich zu machen. Im dritten Kapitel wird man sich mit dem Türkendiskurs im Kontext weiterer Zeitgenössischer Textzeugen Auseinandersetzen. Das sind die Werke von Georgius de Hungaria und Anthonius Charrcon (2 H. 15. Jh.). Dass vierte Kapitel untersucht die Frage um welche Textsorte es sich bei Jörg von Nürnbergs Text gehandelt hat. Im fünften und letzten Kapitel geht es um die Biografischen Angaben bzw. die historische Biografie Jörg von Nürnbergs. Anhand des multiperspektivistischen Ansatzes werden die wenigen Angaben die Jörg von Nürnberg selbst von und über sich gegeben hat mit neuen Forschungsresultaten und Sachzusammenhängen, zusammengeführt. Diesbezüglich sollen die Resultate mehrerer Forschungsaufenthalte in Deutschland, wie auch im Ausland (u.a. Türkei, Vereinigten Staaten von Amerika) miteinbezogen werden.
2016
Masterarbeit zu Thema: Sasi u srednjovjekovnoj Bosni (übers. Die Sachsen im mittelalterlichen Bosnien)
2014-2015
Austauschjahr während des Masterstudiums an der Freien Universität Berlin mit dem Schwerpunkt Mittelalterliche Geschichte (Erasmus-Mundus Stipendium).
2011-2016
Masterstudium Geschichte mit dem Schwerpunkt Mittelalterliche Geschichte an der Universität Sarajewo
2011
Bachelorarbeit zum Thema: Latinsko carstvo (übers. Das Lateinische Kaiserreich)
2008-2011
Bachelorstudium der Allgemeinen Geschichte an der Universität Sarajewo
seit 2026
Doktorand: Lehrstuhl für Geschichte der ost- und mitteleuropäischen Kulturen im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit
WS 2025/2026
Lehrbeauftragter an der Universität Passau für die Übung: Historische Reiseberichte über den Balkan und die Osmanen vom 14. Jahrhundert bis um 1600
03/2023-07/2023
Wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur Europäische Regionalgeschichte an der Technischen Universität Chemnitz
WS 2022/23
Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Chemnitz für die Übung: Zeitgenössischer Ansatz und vergangenes Wissen. Der Balkan- und Türkendiskurs in den Reiseberichten vom 14. bis zum 16. Jahrhundert
01/2017-06/2019
Assistent der DAAD Lektorin an der Universität Sarajewo
seit 2024
Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freunde, Förderer und Ehemaligen der Freien Universität Berlin e.V.
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