Mit dem Band wird versucht, aus verschiedenen Blickwinkeln der bischöflichen Autorität im mittelalterlichen Europa nachzugehen. Ansehen, Einfluss und tatsächlich ausgeübte Herrschaft können sich auf verschiedene Weise manifestieren: das geschriebene Wort nimmt hierbei eine zentrale Stellung ein. Der Wirkungskreis der behandelten Bischöfe und ihrer Bücher reicht vom westgotischen Spanien und vom frühmittelalterlichen Frankenreich mit Bayern und Sachsen über Frankreich, Italien, Katalonien und Galizien bis nach Sardinien und Korsika. Anhand von Fallstudien und einigen übergreifenden Perspektiven wird die Zeit vom 7. bis zum 15. Jahrhundert in den Blick genommen. Zudem können mehrere bisher unbekannte und unveröffentlichte oder falsch identifizierte Texte vorgestellt werden: Konzilsakten aus Arles, ein fälschlich Theodulf von Orléans zugeschriebener Predigttext sowie ein Testament des Bischofs von Béziers.
Von Passau nach Istanbul, das ist heute kaum der Rede wert. Frühstück in Passau, mit dem Zug nach München, dort in den Flieger, Abendessen am Bosporus. Aber im Mittelalter? Da war das noch eine richtige Weltreise. Wer von Passau nach Konstantinopel reiste, brauchte viel Zeit, Geld, Einfluss – und nicht zuletzt einen guten Grund. All das hatte Adelheid. Die ehemalige Äbtissin des Klosters Niedernburg machte sich in der Mitte des 12. Jahrhunderts auf in die Hauptstadt des byzantinischen Reichs. Sie wollte ihre Schwester besuchen, und sie wollte Geld.
Dr. McNair received his PhD from the University of Cambridge in 2016, subsequently holding postdoctoral fellowships at the Université Libre de Bruxelles, Eberhard Karls Universität Tübingen, and University of Leeds. Currently, he is a Research Fellow in Medieval History and Latin at the University of Nottingham.
His current research focus is split between his work on the medieval Night Office, and his ongoing research into political culture in the Frankish and viking worlds between the ninth and eleventh centuries.
Course: 42930 HS: Kings, Khagans and Captains: The Vikings in Europe and Beyond