Lehre
Unsere Veranstaltungen umfassen das Feld der Religionspädagogik, der Didaktik des Religionsunterrichts und der Praktischen Theologie und sind Bestandteil der Lehramtsstudiengänge Katholische Religionslehre (Unterrichts- oder Didaktikfach), der Modellstudiengänge B.A./M.A. for Education sowie des Erziehungswissenschaftlichen Studiums. Von besonderer Bedeutung ist unsere Lernwerkstatt Religionsunterricht.
Forschung
Schwerpunkte unserer Forschung liegen in den Gebieten der konstruktivistischen Religionspädagogik, eines performativ ausgerichteten Religionsunterrichts und des Lernens an fremden Biografien. Außerdem interessieren uns die Erforschung der Unterrichtspraxis und der Wirksamkeit des Unterrichts, die Entwicklung von Religionsbüchern, Fragen einer vernetzten Religionslehrerbildung und der Bereich der Kirchenraumpädagogik.
Lehrstuhlteam

Die Teammitglieder um den Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Hans Mendl sind Ihre Ansprechpersonen. Hier können Sie sich zu Kontaktdaten, Sprechzeiten und Forschungsschwerpunkten der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren.
Die Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Hans Mendl fand am Freitag, 3. Juli im Audimax statt
Prof. Dr. Hans Mendl hat als Lehrstuhlinhaber 27 Jahre lang viele Studierende geprägt und auch das Fach Religionspädagogik im deutschen Sprachraum massgeblich inhaltlich mitbestimmt.
In seiner Abschiedsvorlesung thematisierte er den problematischen Wandel der Universität von einem Ort freier Bildung hin zu einer durch Quantifizierung und Wettbewerb geprägten Institution. Unter dem Begriff des metrischen Wir, der vom Soziologen Steffen Mau stammt, kritisiert er die gesamtgesellschaftliche Tendenz, menschliche Leistungen nur noch über Daten, Ratings und Rankings zu definieren.
Den Text der Abschiedsvorlesung, welcher im Vortragsstil belassen wurde, finden Sie hier zum Download.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen Impressionen aus der Abschiedsvorlesung sowie ein mit "notebooklm" erstelltes Erklärvideo zum Vorlesungsthema "Das metrische Wir und das unverfügbare akademische Ich". Der Link zu einer Podcast-Folge zu diesem Thema kann per E-Mail angefordert werden.
Impressionen zur Abschiedsvorlesung
Dem Leben und Wirken von Franziskus auf der Spur

33 Studierende verbrachten eine Woche in Assisi, um sich intensiv mit dem Leben des heiligen Franziskus auseinander zu setzen. Dabei standen nicht nur historische Orte und wissenschaftliche Inhalte im Mittelpunkt, sondern auch persönliche Erfahrungen, gemeinschaftliches Leben und die Frage, welche Bedeutung franziskanische Werte heute haben.
Als der Bus am frühen Morgen des Pfingstmontags in Passau startet, liegt eine lange Reise vor der Gruppe, die von Prof. Dr. Hans Mendl und Dr. Rudolf Sitzberger vom Lehrstuhl für Religionspädagogik sowie dem Mentor für Lehramtsstudierende Andreas Paul und Michaela Mendl betreut wird. Doch schon unterwegs wird deutlich, dass die Fahrt mehr sein soll als eine gewöhnliche Exkursion. Mit einem Reisesegen beginnt die gemeinsame Woche, die von Vorträgen, Gesprächen, meditativen und spirituellen Einheiten sowie persönlicher Begegnung geprägt sein wird. Wie bereits in den vergangenen Jahren gestalten die Studierenden die Fahrt aktiv mit: Jede und jeder übernimmt Verantwortung für einen thematischen Beitrag und erschließt den Mitreisenden einen Aspekt der Geschichte, Spiritualität oder Wirkungsgeschichte des Franziskus.
In Assisi angekommen, führt der erste gemeinsame Weg in den Bosco di San Francesco. Zwischen Olivenbäumen und den Hügeln Umbriens beschäftigen sich die Studierenden mit dem Sonnengesang des Franziskus. Bei einer Andacht und der anschließenden LandArt-Gestaltung zum Sonnengesang wird erfahrbar, wie eng franziskanische Spiritualität mit der Wahrnehmung der Schöpfung verbunden ist. Auch die Umwelt-Enzyklika Laudato Si’ von Papst Franziskus wird in diesem Zusammenhang diskutiert.
An den folgenden Tagen stehen die bedeutenden Wirkungsstätten von Franziskus und Klara auf dem Programm. Die Basilika San Francesco mit ihren berühmten Giotto-Fresken, San Damiano, Rivotorto und die Kirche Santa Chiara werden nicht nur besichtigt, sondern durch die vorbereiteten Referate der Studierenden lebendig erschlossen. Immer wieder wird deutlich, dass die Lebensgeschichten von Franziskus und Klara weit mehr sind als historische Ereignisse. Fragen nach Armut, Frieden, Gemeinschaft und persönlicher Berufung berühren auch junge Menschen heute.
Besonders eindrucksvoll erleben viele Teilnehmende die Begegnung mit den Schwestern von Santa Croce, Klarissen-Kapuzinerinnen. Im Gespräch berichten die Ordensfrauen von ihrem Alltag, ihrem Glauben und ihrer Entscheidung für ein Leben in Gemeinschaft in extremer Form: der Klausur hinter den Klostermauern. Für zahlreiche Studierende wird dadurch sichtbar, dass christliche Ideale nicht nur Gegenstand historischer Betrachtung sind, sondern bis heute konkrete Lebensformen prägen.
Auch die Ausflüge nach Gubbio und Spello eröffnen neue Perspektiven. In Gubbio begegnet die Gruppe der berühmten Wolfsgeschichte des Franziskus und setzt sich mit Fragen von Versöhnung und Friedensstiftung auseinander. In Spello stehen die Entwicklung des Franziskanerordens und seine Bedeutung für die Gegenwart im Mittelpunkt. Das gemeinsame Singen in einer kleinen Kapuzinerkirche St. Severino wird dabei für viele zu einem besonderen Moment der Verbundenheit.
Einen weiteren Höhepunkt bildet die Wanderung zur Einsiedelei Carceri am Monte Subasio. In der Stille der Wälder und auf den Wegen, die Franziskus selbst gegangen ist, wird erfahrbar, warum Rückzug und Gebet für ihn so wichtig waren. Taizé-Gebet, Morgenimpulse und die täglichen Abendrunden in der Kapelle der Unterkunft geben der gesamten Woche einen spirituellen Rahmen.
Am letzten vollen Tag steht die Frage im Mittelpunkt, welche Herausforderungen Franziskus heute an Menschen richtet. In kreativen Projekten setzen sich die Studierenden mit seinen Impulsen auseinander und präsentieren ihre Ergebnisse der Gruppe. Die abschließende Wortgottesfeier macht deutlich, dass die Woche nicht nur Wissen vermittelt hat, sondern auch Raum für persönliche Erfahrungen und neue Perspektiven eröffnet hat.
Als der Bus am Sonntagmorgen wieder Richtung Passau aufbricht, nehmen die Studierenden viele Eindrücke mit nach Hause: die Schönheit Umbriens, die Gemeinschaft der Gruppe, intensive Gespräche und die Begegnung mit einem Heiligen, dessen Botschaft von Einfachheit, Frieden und Geschwisterlichkeit bis heute aktuell geblieben ist.
Lesen Sie dazu auch den Bericht der Teilnehmenden der Universität Innsbruck: https://www.uibk.ac.at/de/praktheol/aktuelles/2026/assisi-2026/
25 Jahre Lernwerkstatt Religionsunterricht - der Aktionstag fand am Mittwoch, 17. Juni 2026 statt

Seit über 25 Jahren ist die Lernwerkstatt Religionsunterricht an der Universität Passau essenzieller Bestandteil des Lehramtsstudiums Katholische Religionslehre.
Innovative didaktische Konzepte und praxisnahes Erproben stehen für die Studierenden in der Lernwerkstatt im Zentrum der Workshops. Neue Methoden werden selbst getestet und reflektiert.
Den Bericht und Impressionen zu unserer Jubiläumsveranstaltung finden Sie hier.
Zeit für Helden
Das Projekt "Local heroes" feierte sein 25-jähriges Jubiläum

„Heldendämmerung“, so war der Startschuss benannt, mit dem eine 25-jährige Erfolgsgeschichte des Projekts „Local heroes“ begann. Seitdem werden in der Datenbank https://www.uni-passau.de/local-heroes/ Heilige des Alltags, Helden von nebenan oder eben „Local heroes“ gesammelt.
Wir meinen: Das ist Grund genug, zu feiern! Der große Festtag fand am 22.05.2025 statt.
Nachmittags waren Studierende und Lehrkräfte zu verschiedenen Workshops eingeladen, die von fachkundigen Referenten geleitet wurden: Local-heroes-Ausstellung (Julia Gsödl und Rebecca Schmid), PromisGlauben (Markus Kosian), Maria Ward im Escape-Room (Kathrin Lieb-Brilka und Fred Dichtl), Prophetische Impulse für eine bessere Welt (Esther Zitzl), Sinnfluencer (Alexandra Lamberty und Rudolf Sitzberger) und Franz von Assisi (Hans Mendl).
Abends fand ein abwechslungsreich gestaltetes Symposium statt: Nach der Begrüßung durch den Departmentsprecher Prof. Dr. Christian Handschuh und den Grußworten der Vizepräsidentin Prof. Dr. Christina Hansen, des Dekans Prof. Dr. Jan-Oliver Decker und dem Sprecher der Bayerischen Religionspädagogen Prof. Dr. Konstantin Lindner überraschten die wissenschaftlichen Weggefährten Prof. Dr. Georg Langenhorst, Prof. Dr. Markus Schiefer und Dr. Rudolf Sitzberger den Initiator des Projekts, Prof. Dr. Hans Mendl, mit einer Festschrift mit dem Titel „Vorbilder für unsere Zeit. 26 Entwürfe für Modell-Lernen heute“, an der sich knapp 30 Kolleginnen und Kollegen beteiligt haben.
Im Anschluss hielten Prof. Dr. Hans Mendl und Dr. Rudolf Sitzberger eine Rückschau auf die Entstehung und Ausgestaltung des Projekts – von den Anfängen der Local-heroes-Homepage bis hin zu weiteren Ausstellungsprojekten.
Ein Podiumsgespräch mit drei jungen Local heroes Franziska Büschl, die als Jugendrichterin in Passau aktiv ist, Marie zur Linden, die im Projekt „Nightline Passau“ mitarbeitet und Elias Wandl, der sich im BDKJ engagiert gab Einblick in die Arbeit von jungen Helden heute, ihre Motive und den Gewinn eines solchen gesellschaftlichen Engagements. Mit dabei war auch Markus Kosion, der das Projekt „PromisGlauben“ initiiert hat und mit großer Leidenschaft am Laufen hält.
Den Abschluss der Veranstaltung, die von der Band „Grod zu Zwoad“ (Christian Prebeck und Carola Six) musikalisch eindrucksvoll umrahmt wurde, bildete die Preisverleihung des Logo-Wettbewerbs: Preise gingen an die Johannes-de-la-Salle Berufsschule in Aschaffenburg, die Abt-Joscio-Grundschule in Niederalteich und an das Gymnasium Leopoldinum in Passau.
Im Anschluss waren alle zu Speis und Trank eingeladen – vorbereitet von den „Kookies“, dem Catering der Don-Bosco-Schule Passau.
Pressestimmen und weitere Berichterstattung:
https://www.bistum-passau.de/artikel/25-jahre-local-heroes
https://promisglauben.de/promisglauben-meets-local-heroes/
Helden wohnen nebenan

Helden des Alltags schauen nicht weg, sondern hin. Sie sind ein gesellschaftlicher Kitt: Denn sie springen dort ein, wo Hilfe nötig ist, wenn der Sozialstaat an seine Grenzen kommt: in der Nachbarschaftshilfe, bei der Betreuung von Kranken und Sterbenden, als Friedensstifter, Lebensretter, Krisenseelsorger, bei der Telefonseelsorge, bei der Tafel, bei der Flüchtlingshilfe, bei der Bahnhofsmission, bei Hilfsprojekten im In- und Ausland.
In diesem Buch erhalten die Helden des Alltags ein konkretes Gesicht: Sie erzählen von ihren Motiven, ihren Erfahrungen und dem persönlichen Gewinn ihres Handelns bei ganz unterschiedlichen Projekten. Sie werden auf diese Weise zu Mutmachern für die Gestaltung einer besseren Welt. Und: Diese Helden wohnen nebenan – auch in Ihrer Nähe!
Pädagoginnen und Pädagogen erhalten in diesem Buch zudem eine Fülle von Tipps und Anregungen, wie sie solche Helden des Alltags in Schule und Bildungsarbeit gewinnbringend thematisieren können.
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