Lehre
Unsere Veranstaltungen umfassen das Feld der Religionspädagogik, der Didaktik des Religionsunterrichts und der Praktischen Theologie und sind Bestandteil der Lehramtsstudiengänge Katholische Religionslehre (Unterrichts- oder Didaktikfach), der Modellstudiengänge B.A./M.A. for Education sowie des Erziehungswissenschaftlichen Studiums. Von besonderer Bedeutung ist unsere Lernwerkstatt Religionsunterricht.
Forschung
Schwerpunkte unserer Forschung liegen in den Gebieten der konstruktivistischen Religionspädagogik, eines performativ ausgerichteten Religionsunterrichts und des Lernens an fremden Biografien. Außerdem interessieren uns die Erforschung der Unterrichtspraxis und der Wirksamkeit des Unterrichts, die Entwicklung von Religionsbüchern, Fragen einer vernetzten Religionslehrerbildung und der Bereich der Kirchenraumpädagogik.
Lehrstuhlteam

Die Teammitglieder um den Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Hans Mendl sind Ihre Ansprechpersonen. Hier können Sie sich zu Kontaktdaten, Sprechzeiten und Forschungsschwerpunkten der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren.
Ruhestand von Prof. Dr. Mendl zum Ende des Sommersemesters 2026

Zum Ende des Sommersemesters 2026 tritt Prof. Dr. Hans Mendl in den Ruhestand ein.
Das Lehrangebot in der Religionspädagogik und Praktischen Theologie, in der Didaktik des Religionsunterrichts und im Erziehungswissenschaftlichen Bereich wird selbstverständlich auch nach seiner Pensionierung in einem möglichst umfassenden Rahmen bestmöglich fortgeführt, sodass das Lehramtsstudium mit dem Fach und Didaktikfach Katholische Theologie in Regelstudienzeit absolviert werden kann.
Haben Sie bitte dennoch Verständnis, dass sich der Turnus einiger Veranstaltungen ändert und informieren Sie sich rechtzeitig über die angebotenen Vorlesungen und Seminare.
Save the Date: Am 3. Juli 2026 um 16 Uhr findet die Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Hans Mendl statt. Bitte melden Sie sich über diesen Link an.
Assisi - Viel mehr als eine Exkursion
aus dem Bistumsblatt Nr. 27 v. 30.06.2024, S. 13

35 Studierende der Universität Passau sind eine Woche auf den Spuren des heiligen Franziskus und der heiligen Klara unterwegs. Sie entdecken dabei auch, dass es noch heute Menschen gibt, die nach den Idealen der Heiligen leben.
PASSAU/ASSISI. „Über siebzig wilde Pferde mit Fohlen auf den Bergwiesen hoch über der Stadt sehen.“ „Franziskanerinnen besuchen und mit ihnen über ihr Leben reden.“ „Jeden Abend miteinander Musik machen.“ – Die Antworten auf die Frage, was das schönste Erlebnis in Assisi war, fällt ganz unterschiedlich aus. Studierende waren eine Woche lang mit dem Schulreferat des Bistums und dem Department für Theologie der Universität Passau auf den Spuren des heiligen Franziskus unterwegs.
Am Pfingstmontag um 4.30 Uhr steht der Bus vor der Universität Passau und fünfunddreißig angehende Religionslehrerinnen und –lehrer machen sich auf die Reise nach Italien. „Es ist uns wichtig, dass es mehr als eine touristische Reise und mehr als eine Studienexkursion ist“, sind sich die Organisatoren der Fahrt,Andreas Paul vom Schulreferat sowie Prof. Hans Mendl und Rudolf Sitzberger vom Lehrstuhl für Religionspädagogik, einig. Deswegen dürfen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle selbst die Fahrt mitgestalten. Jeder übernimmt dazu einmal die Rolle des Reiseleiters und erklärt den Mitreisenden einen der besuchten Orte und seine Bedeutung: Die Kathedrale San Franceso mit dem Grab von Franziskus, das Kloster San Damiano, das eng mit dem Leben der heiligen Klara verbunden ist, oder die Legende des Heiligen mit dem Wolf von Gubbio. Auf diese kurzen Vorträge sind alle gut vorbereitet, weil sie bereits daheim eine schriftliche Studienarbeit dazu verfasst haben.
Für Prof. Hans Mendl lohnt sich der Aufwand, für ihn steht fest: „Eine solche Exkursion ist zwar äußerst aufwändig, aber gleichzeitig sehr ertragreich: Die Studierenden tauchen eine Woche intensiv in die Lebens- und Glaubensfragen des Franz von Assisi ein.“ Für Rudolf Sitzberger, der ebenfalls seitens der Universität die Fahrt begleitet, ist es ein großer Unterschied, ob die Studierenden in den Vorlesungen etwas über den heiligen Franz hören „oder ob sie die Gelegenheit bekommen, ihm im Erleben vor Ort nachzuspüren. Man entdeckt vieles ganz neu, wenn man genau dort ist, wo Franziskus gewirkt hat.“
Damit es nicht nur eine Reise in die Vergangenheit ist, wird auch immer wieder die Frage gestellt, ob und wie das Leben des heiligen Franz und der heiligen Klara heute noch wirken. Um dieser Frage nachzugehen, gibt es ein Treffen mit den Franziskanerinnen von Sießen, die vor Ort im „Haus des Friedens“ (casa della pace) leben und junge Menschen zum Mitleben einladen. „Für mich war Franziskus immer nur eine Figur aus der Vergangenheit. Dass heute noch Frauen und Männer nach seinen Idealen ganz ohne eigenen Besitz leben, war mir nicht klar“, meint eine Studierende nach dem Besuch bei den Schwestern – „und dass sie dabei offensichtlich so viel Lebensfreude haben, damit habe ich nie gerechnet“, ergänzt eine Zweite.
Nach dem Besuch bei den Schwestern geht es zurück in die Unterkunft, es ist eine einfache Bleibe direkt auf dem Weg von der Stadt Assisi zur Einsiedelei von Carceri, in die sich Franziskus zurückzog, wenn er Stille suchte. Weil die Unterkunft früher ein Hospiz für Pilger war, verfügt das heutige Gästehaus über eine eigene Kapelle und diese wird von der Gruppe fleißig genutzt. Jeder Tag wird gemeinsam in der Kapelle begonnen und beendet. Es soll eben mehr sein als eine Studienexkursion, es soll Platz sein für Stille, für gemeinsames Gebet und Gottesdienst. „Das ist die schönste Seite vom Studium, man lernt das, was man später als Religionslehrer brauchen kann, und es macht Spaß“, meint eine Studierende, mehr Zeit für ein Interview bleibt nicht, denn die anderen warten nach einem erlebnisreichen Tag schon im Gruppenraum zum gemeinsamen Musikmachen. Die Leitung bucht einstweilen die Unterkunft für die nächste Fahrt in zwei Jahren, auf die sich die nächsten Studierenden freuen werden.
Ein Bericht von Andreas Paul.
Hier finden Sie den Bericht zum Download.
Zeit für Helden
Das Projekt "Local heroes" feierte sein 25-jähriges Jubiläum

„Heldendämmerung“, so war der Startschuss benannt, mit dem eine 25-jährige Erfolgsgeschichte des Projekts „Local heroes“ begann. Seitdem werden in der Datenbank https://www.uni-passau.de/local-heroes/ Heilige des Alltags, Helden von nebenan oder eben „Local heroes“ gesammelt.
Wir meinen: Das ist Grund genug, zu feiern! Der große Festtag fand am 22.05.2025 statt.
Nachmittags waren Studierende und Lehrkräfte zu verschiedenen Workshops eingeladen, die von fachkundigen Referenten geleitet wurden: Local-heroes-Ausstellung (Julia Gsödl und Rebecca Schmid), PromisGlauben (Markus Kosian), Maria Ward im Escape-Room (Kathrin Lieb-Brilka und Fred Dichtl), Prophetische Impulse für eine bessere Welt (Esther Zitzl), Sinnfluencer (Alexandra Lamberty und Rudolf Sitzberger) und Franz von Assisi (Hans Mendl).
Abends fand ein abwechslungsreich gestaltetes Symposium statt: Nach der Begrüßung durch den Departmentsprecher Prof. Dr. Christian Handschuh und den Grußworten der Vizepräsidentin Prof. Dr. Christina Hansen, des Dekans Prof. Dr. Jan-Oliver Decker und dem Sprecher der Bayerischen Religionspädagogen Prof. Dr. Konstantin Lindner überraschten die wissenschaftlichen Weggefährten Prof. Dr. Georg Langenhorst, Prof. Dr. Markus Schiefer und Dr. Rudolf Sitzberger den Initiator des Projekts, Prof. Dr. Hans Mendl, mit einer Festschrift mit dem Titel „Vorbilder für unsere Zeit. 26 Entwürfe für Modell-Lernen heute“, an der sich knapp 30 Kolleginnen und Kollegen beteiligt haben.
Im Anschluss hielten Prof. Dr. Hans Mendl und Dr. Rudolf Sitzberger eine Rückschau auf die Entstehung und Ausgestaltung des Projekts – von den Anfängen der Local-heroes-Homepage bis hin zu weiteren Ausstellungsprojekten.
Ein Podiumsgespräch mit drei jungen Local heroes Franziska Büschl, die als Jugendrichterin in Passau aktiv ist, Marie zur Linden, die im Projekt „Nightline Passau“ mitarbeitet und Elias Wandl, der sich im BDKJ engagiert gab Einblick in die Arbeit von jungen Helden heute, ihre Motive und den Gewinn eines solchen gesellschaftlichen Engagements. Mit dabei war auch Markus Kosion, der das Projekt „PromisGlauben“ initiiert hat und mit großer Leidenschaft am Laufen hält.
Den Abschluss der Veranstaltung, die von der Band „Grod zu Zwoad“ (Christian Prebeck und Carola Six) musikalisch eindrucksvoll umrahmt wurde, bildete die Preisverleihung des Logo-Wettbewerbs: Preise gingen an die Johannes-de-la-Salle Berufsschule in Aschaffenburg, die Abt-Joscio-Grundschule in Niederalteich und an das Gymnasium Leopoldinum in Passau.
Im Anschluss waren alle zu Speis und Trank eingeladen – vorbereitet von den „Kookies“, dem Catering der Don-Bosco-Schule Passau.
Pressestimmen und weitere Berichterstattung:
https://www.bistum-passau.de/artikel/25-jahre-local-heroes
https://promisglauben.de/promisglauben-meets-local-heroes/
Helden wohnen nebenan

Helden des Alltags schauen nicht weg, sondern hin. Sie sind ein gesellschaftlicher Kitt: Denn sie springen dort ein, wo Hilfe nötig ist, wenn der Sozialstaat an seine Grenzen kommt: in der Nachbarschaftshilfe, bei der Betreuung von Kranken und Sterbenden, als Friedensstifter, Lebensretter, Krisenseelsorger, bei der Telefonseelsorge, bei der Tafel, bei der Flüchtlingshilfe, bei der Bahnhofsmission, bei Hilfsprojekten im In- und Ausland.
In diesem Buch erhalten die Helden des Alltags ein konkretes Gesicht: Sie erzählen von ihren Motiven, ihren Erfahrungen und dem persönlichen Gewinn ihres Handelns bei ganz unterschiedlichen Projekten. Sie werden auf diese Weise zu Mutmachern für die Gestaltung einer besseren Welt. Und: Diese Helden wohnen nebenan – auch in Ihrer Nähe!
Pädagoginnen und Pädagogen erhalten in diesem Buch zudem eine Fülle von Tipps und Anregungen, wie sie solche Helden des Alltags in Schule und Bildungsarbeit gewinnbringend thematisieren können.
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