Medienwissenschaften an der Uni Passau
Die Medienwissenschaft an der Universität Passau hat eine lange Tradition. Ausgehend von einer kultur- und literaturwissenschaftlich ausgerichteten Mediensemiotik ist das Fach Medienwissenschaft mittlerweile in einer breiten interdisziplinären Vielfalt vertreten. Neben dem medienwissenschaftlichen Kanon aus Medientheorie, Mediengeschichte und Medienästhetik bieten wir ein breites interdisziplinäres Spektrum an.
An diesen Lehrstühlen können Sie medienwissenschaftliche Inhalte studieren:
Amerikanistik / Cultural and Media Studies
Zu den Forschungsschwerpunkten von Professor Karsten Fitz zählen u.a. Native American Studies, Visual Culture Studies, das amerikanische kulturelle Gedächtnis und politische Kultur im transatlantischen Vergleich. Er ist u.a. der Autor von The American Revolution Remembered, 1830s to 1850s: Competing Images and Conflicting Narratives, Herausgeber des Sammelbands Visual Representations of Native Americans: Transnational Contexts and Perspectives und Mitherausgeber der Buchreihe Routledge Research in Transnational Indigenous Perspectives.
Anglistik, Schwerpunkt Kultur- und Medienwissenschaften
Lucia Krämer ist Professorin für Anglistik mit Schwerpunkt Kultur- und Medienwissenschaften. Ihre zentralen Forschungsgebiete sind das als ‚Bollywood‘ bekannte zeitgenössische Hindi-Kino sowie insbesondere dessen britische Rezeption; Adaptionsphänomene, wie z.B. Literaturverfilmungen, Remakes, transmediales Erzählen, transkulturelle Adaption und Fantexte; sowie die britische Medienlandschaft, wobei Film- und Fernsehproduktionen und ihre Rolle für die Verbreitung nationaler Identitätsnarrative sowie ihr Beitrag zur britischen Erinnerungskultur einen besonderen Schwerpunkt darstellen.
Ältere Deutsche Literaturwissenschaft
Prof. Dr. Andrea Sieber ist seit 2016 Inhaberin der Professur für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Passau. Zuvor leitete sie die Nachwuchsforschergruppe „Mittelhochdeutsche Texte im Deutschunterricht“ an der Universität Duisburg-Essen und hat eine Professur für Fachdidaktik Deutsch an der RWTH Aachen University vertreten. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen kulturwissenschaftliche Ansätze in der Mediävistik, Mediengeschichte und Medientheorie sowie die Rezeption des Nibelungen-Mythos. Sie verbindet philologische Analysen mit transmedialen Perspektiven. Zentrales Anliegen ist ihr, das kulturelle Erbe des Mittelalters präsent zu machen.
Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
Der Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft beschäftigt sich aus textsemiotischer Perspektive in seinem Schwerpunkt Kulturwissenschaftliche Medialitätsforschung zum einen mit theoretisch-methodisch ausgerichteten Fragestellungen: zur Narratologie, dem Erzählen auf medienübergeordneter wie medien- und formatspezifischer Ebene, zur Multimodalität und zur Intermedialität, zum anderen werden auf inhaltlicher Ebene Fragestellungen zur Medienkultur (populäre Vermittlung von ‚Wissen‘, mediale Raum- und Wirklichkeitskonstruktionen, Anthropologien/Ideologien und deren Vermittlung, Gender) und zur Mediengeschichte (Historische Semantiken) fokussiert.
Lehrstuhl für Englische Literatur und Kultur
Katharina Boehm erforscht mit ihrem Team Medienökologien des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen dabei Wechselbeziehungen zwischen Printmedien und vielfältigen visuellen Kulturerzeugnissen, die intermediale Formierung neuer Wissenskulturen (insb. im Bereich der Altertumswissenschaften, Medizin und Naturphilosophie), ephemere Medien und Textsorten, Populärkultur sowie entstehende Diskurse zur medialen Vernetzung im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert.
Lehrstuhl für Medienkulturwissenschaft
Natascha Adamowsky ist Medien- und Kulturwissenschaftlerin und hat seit 2020 den Lehrstuhl für Medienkulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Digitale Kulturen an der Universität Passau inne. Zuvor war Sie Professorin für Medienwissenschaft im Bereich der Digitalen Medientechnologien an der Universität Siegen, Professorin und Leiterin des Instituts für Medienkulturwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Professorin für Kulturwissenschaftliche Ästhetik am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin.
Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen
- kulturwissenschaftlicher Digitalitätsforschung,
- medienwissenschaftlicher Spielkulturforschung,
- Medienästhetik und Wissenskultur,
- sowie Medientechnik und -geschichte.
Die Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft/Mediensemiotik vertritt methodisch einen allgemeinen mediensemiotische Ansatz an der Schnittstelle von Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft, um transmediale Medienverbünde in digitalen und traditionellen audiovisuellen Medien und ihre Verarbeitung kultureller Kontexte zu rekonstruieren. Sie verfolgt damit eine diskurs- und mentalitätsgeschichtliche Perspektive zur Erklärung kultureller Wandelprozesse vom 18 Jh. bis hin zur Kultur der Digitalität, u.a. am Beispiel von Videoclips, Starimages, Videospielen, Fanfictions, Literatur sowie Film und Fernsehen.
Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen
Der Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen beschäftigt sich mit den Literaturen und Kulturen Lateinamerikas, Spaniens und der Frankophonie, insbesondere im 20. und 21. Jahrhundert. Unsere Forschung umfasst literarische Werke, Filme und Theateraufführungen aus Europa, vor allem aus Spanien und Frankreich, sowie aus Lateinamerika. Unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Hartwig werden interdisziplinäre und internationale Fragestellungen in der Analyse dieser Kulturen behandelt.
Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft
Prof. Dr. Hertrampf beschäftigt sich mit unterschiedlichsten Formen narrativer und ästhetischer Medienkommunikation. Dabei spielt das Verhältnis von Fakt und Fiktion (Dokufiktion) eine ebensolche Rolle wie Fragen der Intermedialität. Neben dem Medium (literarischer) Text stehen (photo)graphische und filmische Erzählmedien (v.a. im Kontext imagologischer Fragestellungen, z.B. Darstellungen von Roma und Migrant*innen) im Mittelpunkt. Erforscht wird ferner die Photographie als ,Erzählmedium’ und religiöses Theater als instrumentalisiertes Massenmedium (spanische Fronleichnamsspiele von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart).
Lehrstuhl für Vergleichende europäische Kulturwissenschaft
Frau Prof. Dr. Gala Rebane befasst sich in ihrer Forschung mit Phänomenen des Kulturaustauschs, -transfers und -wandels, u.a. aus kulturhistorischer Perspektive. Die Schwerpunkte bilden dabei soziokulturelle Dimensionen digitaler sowie analoger Alltagspraktiken, kollektive und individuelle Identitätskonstruktionen in unterschiedlichen Medien, mehrfache kulturelle Zugehörigkeiten, Sprachideologien und internationale akademische Kulturen. In ihrer Lehre fokussiert sie diese Schwerpunkte mittels vergleichender Kulturanalyse und Kulturforschung mit europäischem Bezug.
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