In der Lehre wird die Umwelt- und Technikgeschichte epochenübergreifend und mit einem Fokus auf dem neuzeitlichen Anthropozän vermittelt. Dabei werden immer auch lokale/indigene Perspektiven auf ökologischen und technologischen Wandel betrachtet. Durch regionale und transkontinentale Exkursionen sowie durch Lehrforschungen, Science Comics und Ausstellungen werden außeruniversitäre Lern- und Forschungsorte (Museen, Archive, Naturparks) eingebunden.
Die globale und (post)koloniale Umwelt- und Technikgeschichte rahmt die Forschung zum Komplex Menschen–Umwelten–Tiere–Pathogene. Im Fokus der Kolonialgeschichte stehen Mensch-Wildtier-Beziehungen, Agrarkolonialismus und seine Folgen sowie die Entstehung zoonotischer Infektionskrankheiten durch veränderte ökologische Ordnungen. Die Forschung ist interdisziplinär in den Environmental Humanities sowie mit Natur- und Lebenswissenschaften vernetzt.
Professorin Dr. Stephanie Zehnle ist seit dem Wintersemester 2023/2024 Professorin für Umwelt- und Technikgeschichte an der Universität Passau. Die Mitglieder des Teams sind Ihre Ansprechpersonen. Informieren Sie sich zu Kontaktdaten und Sprechzeiten der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Professur.
Yvonne Jerschabek
PHIL 385
Telefon: 0851 / 509 - 5043
E-Mail: yvonne.jerschabek@uni-passau.de
Die neuste Veröffentlichung von Prof. Dr. Zehnle ist eine Rezension zu „Ein Planet, viele Welten. Die Klima-Parallaxe“ von Dipesh Chakrabarty. Weitere Infos finden sich hier.
In Zusammenarbeit mit Dennis Yazici und Florian Fockelmann ist zudem der Artikel "(Nicht)Zeigen und (Nicht)Wissen. Die Macht der kartographischen Visualisierung in der Agrargeschichte" entstanden. Weitere Infos finden sich hier.
In der Reihe "10 Minuten Soziologie", herausgegeben von Anna Henkel, ist im November 2025 der Beitrag "Globale epidemiologische Infrastruktuen und medizinisches Verschwörungsdenken" von Prof. Dr. Stephanie Zehnle erschienen. Weitere Infos finden sich hier.
Am Sammelband "Die Schwierigkeit und Möglichkeit von Toleranz. Unterschiedliche disziplinäre Perspektiven", herausgegeben von Anja Pistor-Hatam und Frederike Stucke, haben Prof. Dr. Stephanie Zehnle mit dem Beitrag "(Un)Heilige Klänge: Lärmtoleranz und Religion in der Kolonialgeschichte" , und Victor Nakou mit "Bedingte Toleranz und koloniale Kontrolle: Die Grenzen der Religionsfreiheit in der Côte d‘Ivoire unter französischer Herrschaft: Fallstudie von Islam und Harrismus" mitgewirkt. Weitere Infos finden sich hier.