Ziel des Projektes ist, Theateraufführungen und Filme, an denen Menschen mit realen Behinderungen mitwirken, mit Hilfe eines Beschreibungsmodells zu systematisieren, das sich als komplementär zu den in den Disability Studies üblichen differenztheoretischen Ansätzen versteht. Das Modell umfasst drei Analyseebenen: Erzählung (als Kontext, in den Behinderung gestellt wird), Erwartung (als Klassifizierung, die Behinderung über Normalitätsanforderungen erfährt) und Erfahrung (als Reaktion auf die Konfrontation mit Behinderung). Die Schwerpunktsetzung, die Aufführungen und Filme möglicherweise auf einer Ebene vornehmen, und auch das Zusammenspiel der drei Ebenen sollen Aufschluss geben über das durch die ästhetischen Texte vermittelte Bild von Behinderung. Dieses Bild soll insbesondere mit Charakteristika der Diversitätskategorie ‚Behinderung‘ abgeglichen werden. Behinderung, so die Hypothese, unterscheidet sich von anderen Diversitätskategorien durch Allgemeinheit, Negativität, spezifische Heterogenität und spezifische Ambivalenz.
Die Aufführungen und Filme, in denen die drei Analyseebenen vor allem Ambivalenz herausarbeiten, sollen die Basis für eine theoretische Reflexion bilden. Außerdem sollen sie das Potential ästhetischer Texte bezüglich einiger Kernthemen der Disability Studies herausarbeiten: insbesondere das Verhältnis von Diversität und Inklusion sowie die Bedeutung von Ambivalenz für die Bilder von Behinderung in Theateraufführungen und Filmen. Dabei sollen auch medienspezifische Besonderheiten der Texte auf ihr Potential hin befragt werden, Ambivalenz zu erzeugen und mit ihr umzugehen, z. B. das ‚hic et nunc‘ der Bühne bzw. die Schnitt- und Montagetechnik des Films.
Der Schwerpunkt der Analysen liegt exemplarisch auf den Ländern Spanien und Frankreich, wobei im Theorieteil auch andere europäische Produktionen vergleichend hinzugezogen werden, und auf der Zeit zwischen 1990 und heute.
Das Projekt umfasst drei Teilprojekte, deren Ziele sind:
Die Forschungsergebnisse sollen einer breiten Öffentlichkeit so präsentiert werden, dass auch Inklusionsmöglichkeiten im Wissenschaftskontext deutlich werden.
Eine Vorstellung des gemeinsamen Projekts finden Sie in unserem Videopodcast.
Weitere Informationen zum Korpus des Forschungsprojektes, Publikationen und Presseberichten finden Sie im Archiv.
| Name, Vorname | Stellung | Telefon-Nr. | Raum |
|---|---|---|---|
| Hartwig, Susanne | Projektleiterin | +49 851 5092810 | PHIL 268 |
| Pereyra, Soledad | Postdoktorandin | +49 851 5092814 | PHIL 460 |
| Escudero Romero, Elena | Doktorandin | +49 851 5092814 | PHIL 460 |
| Marconato, Aurora | Studentische Hilfskraft | +49 851 5092811 | PHIL 266 |
| Joppich, Christoph | Studentische Hilfskraft | +49 851 5092811 | PHIL 266 |
| Ehrtmann, Martha | Studentische Hilfskraft | +49 851 5092811 | PHIL 266 |
Besuchen Sie auch unser Blog Erzählung, Erwartung, Erfahrung.
Videopodcast:
Eine Vorstellung des Projekts finden Sie in unserem Videopodcast.
Kooperationspartner in Spanien:
Symposium "Komik, Behinderung und Ambivalenz" - 06.10.2021 - 08.10.2021
E-Mail: Projekt-EEE@uni-passau.de
Telefon (Sekretariat): 0851 509-2811
Universität Passau
Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen
Innstraße 25
94032 Passau
Universität Passau
Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen
94030 Passau
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