Die Lehre von Frau Dr. Martina Maletzky de Garcia beschäftigt sich mit Interkulturalität und interkultureller Organisationsforschung in engem Zusammenhang mit deren Ursachen/ Antezedentien und kontextuellen Einflüssen sowie den Auswirkungen von Interkulturalität auf verschiedene Aspekte der Gegenwartsgesellschaften. Einer soziologischen Tradition verpflichtet wird interkulturelle Interaktion als eine Sonderform sozialen Handelns verstanden und kann demnach nicht isoliert von der jeweiligen Rahmung (Goffman 1974) und den gesellschaftlichen Zusammenhängen, in denen sie stattfindet, betrachtet werden. Verstanden als interkulturelle Strukturierung (Maletzky 2010, 2014, Giddens 1980) ist interkulturelle Interaktion vor allem durch die rahmenden Sinnstrukturen, Machtverhältnisse und Normen beeinflusst und in übergeordnete Kontexte wie organisationale, gesellschaftliche und weltsystemische Prozesse eingebunden, denen in der Lehre und Forschung besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Um es den Studierenden zu ermöglichen die Einbettung interkultureller Interaktionszusammenhänge ganzheitlich zu verstehen, befasst sich die Lehre mit den Voraussetzungen der interkulturellen Kommunikation (Migration, Globalisierung/Internationalisierung von Organisationen), deren Kontexten (Auslandsentsendungen, Migrationskontexte, Umgang mit Diversität in Organisationen) und daran gekoppelten Theorien (Organisationstheorien, soziale Ungleichheitstheorien, Kulturtheorien, etc.) sowie mit den Konsequenzen von Interkulturalität (soziale Ungleichheit, Inklusion/Exklusion in Organisationen, (Arbeitsmarkt)Integration von Migranten).
Lernziel ist es hierbei
In den Veranstaltungen wird die Mikroebene der interkulturellen Interaktion mit der Meso- und Makroebene in Zusammenhang gebracht. In den thematisch ebenso ausgerichteten Lehrforschungsseminaren sollen erlernte theoretische Grundlagen in überschaubaren Forschungsprojekten angewandt und die Methodenkompetenz geschult werden, die für das Verfassen der Abschlussarbeiten von hoher Wichtigkeit ist.
Kulturraumschwerpunkt: Mexiko
Die Forschung von Dr. Martina Maletzky de Garcia beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen von grenzüberschreitender Mobilität (Auslandsentsendungen, Migration), Organisationen und Interkulturalität. Sie verknüpft organisationssoziologische Grundlagen mit interkultureller Interaktionsforschung und ausgewählten migrationssoziologischen Fragestellungen.
a) Organisationen und grenzüberschreitende Mobilität: Mobilitätsregime, Interkulturalität und Arbeitsbedingungen im Kontext von Auslandsentsendungen und Migration
b) Interkulturalität im Kontext von Migration und Integration
aktuelle Forschungsprojekte: