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Römische Niederlagen

Römische Niederlagen

Wie ging Rom mit Niederlagen, Verlusten und Verlierern um? Welche Auswirkungen hatten Niederlagen auf das Heer und die Gesellschaft? Forscherinnen und Forscher der Universität Passau beleuchten das Phänomen aus kulturhistorischer Perspektive. 

Das Projekt untersucht Niederlagen und Verluste als Phänomene einer "erweiterten Militärgeschichte" der römischen Kaiserzeit (1. - 3. Jh.). Militärgeschichte in der Erweiterung bedeutet, eine kulturhistorische Perspektive auf das militärhistorische Phänomen einzunehmen. Ausgehend vom Quellenbestand (literarische, epigraphische, archäologische Quellen) werden konzeptionelle Modelle oder Theorien entwickelt oder abgeleitet. Gesucht und erforscht werden "Muster" und Strategien, die sich in den Quellen beim Umgang mit römischen Niederlagen, Verlusten und Verlierern (insbesondere den Feldherrn bzw. auch dem Kaiser selbst) zeigen.

Meutereien, Unruhen, Traumata

Untersucht werden insbesondere auch "Niederlagenphänomene" wie Tod für den Staat oder Gefangenschaft. Wie geht Rom mit den eigenen Kriegstoten und Gefangenen um? Auch unmittelbare Auswirkungen einer Niederlage auf das Heer finden Berücksichtigung, Meutereien, Unruhen, Traumata. Außerdem wird die Frage behandelt, ob römische Niederlagen zur Änderung politischer Strategien führten, ob es soziale Auswirkungen der Niederlagen und Verluste im Rahmen militärischer Konflikte gab, die auch die Gesellschaft und die Elite Roms nachhaltig veränderten.


Die Frage nach der Rolle der Niederlagen im kollektiven Gedächtnis und ein kulturhistorischer Vergleich mit den griechischen Poleis soll dann eine Wertung des spezifischen Umganges mit Niederlagen in Rom vorbereiten und eine Antwort darauf geben, wie die "römische Kultur" bzw. die "politische Kultur Roms" selbst den Umgang mit dem militärischen Phänomen prägte.

Förderung durch die DFG

Prof. Dr. Oliver Stoll, Inhaber der Professur für Alte Geschichte an der Universität Passau, leitet das Projekt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Vorhaben. Die Laufzeit beträgt drei Jahre.

Projektleitung an der Universität Passau Prof. Dr. Oliver Stoll (Professur für Alte Geschichte)
Laufzeit 01.10.2015 - 01.10.2018
Website http://www.phil.uni-passau.de/index.php?id=7963
Mittelgeber
DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft > DFG - Sachbeihilfe
DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft > DFG - Sachbeihilfe
Projektnummer STO 500/2-1 AOBJ: 619897
Themenfelder Alte Geschichte
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