Unter der Leitung von Stephanie Jacobs, Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, reist die BAYLAT-Delegation mit zwölf Rektorinnen und Rektoren bayerischer Hochschulen nach Rio de Janeiro, São Paulo und Montevideo/Uruguay. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Treffen bei der Fundação Getulio Vargas FGV, bei dem über das Thema KI und deren Auswirkungen auf die Hochschulbildung aus bayerischer und brasilianischer Perspektiven diskutiert wurde, sowie eine Reihe von Arbeitstreffen: am Instituto de Matemática Pura e Aplicada (IMPA), an der Universidade do Estado do Rio de Janeiro (UERJ), im Lateinamerika Memorial (Memorial da América Latina), einem Kultur-, Politik- und Freizeit-Komplex in São Paulo, bei der Stiftung der Forschungsförderung des Bundesstaates São Paulo (FAPESP), beim Forschungsinstitut Instituto de Pesquisas Tecnológicas (IPT) sowie an der UNESP – Universidade Estadual Paulista „Júlio de Mesquita Filho“ in São Paulo.
Einen zentralen Programmpunkt für die Universität Passau stellte das Treffen am Freitag, 2. Oktober, an derUniversidade Federal de São Paulo UNIFESP dar, dessen Höhepunkt die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Hochschulen war. Im Anschluss an Brasilien reist die Delegation in Uruguays Hauptstadt Montevideo. Dort finden unter anderem ein Netzwerktreffen mit Hochschulen und Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie ein Besuch an der Universidad de la República (UDELAR) statt.
„Der Austausch mit Vertreterinnen verschiedener Bildungseinrichtungen in Brasilien und Uruguay eröffnet für mich und für die Universität viele neue Perspektiven. Wir werden diesen Dialog fortsetzen, um die neu entstandenen Ideen zur Zusammenarbeit möglichst umzusetzen. Ich freue mich insbesondere über die neue enge Zusammenarbeit mit der UNIFESP und bedanke mich ganz herzlich für den freundlichen Empfang und den bereichernden Austausch“, so Präsident Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann. Besonders vielversprechende Perspektiven für die Zusammenarbeit mit der UNIFESP zeichnen sich in den Bereichen Cybersicherheit und Datenschutz, resiliente Demokratien, nachhaltiger Wandel sowie Lehrkräftebildung ab. Über die Partnerschaft mit der UNIFESP hinaus ergaben sich zudem neue Anknüpfungspunkte, etwa für eine mögliche Zusammenarbeit der Passauer Kommunikationswissenschaft mit der Fundação Getulio Vargas (FGV).
Für die Universität Passau bietet die Südamerika-Reise somit eine Gelegenheit, Bildungsinstitutionen vor Ort kennenzulernen und dabei wichtige persönliche Kontakte zu Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung zu knüpfen – mit dem Ziel, die Internationalisierung der Passauer Universität voranzutreiben und weitere enge Kooperationen in Forschung und Lehre in Lateinamerika zu entwickeln. Ein wertvoller Austausch fand dabei auch in São Paulo mit dem Passauer Alumnus Robin Mallick statt. Mallick ist Leiter des Goethe-Instituts São Paulo und Regionalleiter Südamerika. Im Gespräch ging es um Möglichkeiten, die Universität Passau und ihre Studienangebote bei jungen Menschen in Brasilien noch sichtbarer zu machen. „Begegnungen mit unseren Alumni im Ausland sind für mich besonders wertvoll: Sie ermöglichen es mir, von ihren Erfahrungen zu lernen, neue Kontakte zu knüpfen und zugleich die Verbindung zur Universität Passau lebendig zu halten“, so Präsident Schumann.