Im Rahmen des Symposiums des Neuburger Gesprächskreises der Universität Passau zum Thema „Hidden Regions & Champions – Wie Diplomatie und Wissen neue Märkte erschließen“ (Regionen wie Äthiopien, Tel Aviv/Israel, Südtirol/Italien, Québec/Kanada und Kiew/Ukraine) am 12. Juni 2026 koordinierte Professor Christoph Barmeyer die Breakout-Session zu Québec und den Québec-Bayern Beziehungen.
Neben der Generaldelegierten der Regierung von Québec in München, Geneviève Rolland, und dem Leiter der Vertretung des Freistaats Bayern in Montréal, Dr. Daniel Etzel, hielt Professor Barmeyer einen Impulsvortrag zu Québec als Wissensstandort und zu Montréal als kreative Stadt. Die Vorträge unterstrichen die kulturelle Besonderheit Québecs und seine Attraktivität als Innovations- und Wirtschaftsstandort. Im Rahmen der Präsentationen und Diskussionen mit dem interessierten Publikum wurde auch die Bereicherung durch die zahlreichen Kooperationen in Forschung und Bildung, Politik, Kultur und Wirtschaft zwischen Québec und Bayern deutlich, die seit 1989 bestehen.
Im Rahmen eines Gastvortrags in der Vorlesung „Einführung in die Interkulturelle Kommunikation" von PD Dr. Martina Maletzky de García begrüßte der Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation am 01. Juni 2026 Herrn Christian Schläger von der Hans-Lindner-Stiftung. Als Projektleiter für Wertevermittlung und Bildung gewährte er den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Arbeit der Stiftung sowie deren internationale Aktivitäten am Auslandsstandort Uganda.
Zu Beginn stellte Christian Schläger die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Hans-Lindner-Stiftung vor. Dabei erläuterte er insbesondere die Schwerpunkte im Bereich Bildung, Persönlichkeitsentwicklung und Wertevermittlung, die die Stiftung sowohl in Deutschland als auch international verfolgt.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, wie Stiftungsarbeit in unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten gestaltet werden kann. Anhand der Erfahrungen der Hans-Lindner-Stiftung in Uganda zeigte Schläger auf, dass erfolgreiche Konzepte und Praktiken aus Deutschland nicht ohne Weiteres auf andere Länder übertragen werden können. Vielmehr erfordert die Umsetzung von Projekten vor Ort eine sorgfältige Rekontextualisierung der Maßnahmen.
Institutionelle Strukturen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie kulturelle Besonderheiten beeinflussen maßgeblich die Gestaltung und Durchführung von Bildungs- und Entwicklungsprojekten. Der Vortragende verdeutlichte, dass nachhaltige Wirkung nur dann erzielt werden kann, wenn Programme und Methoden an die jeweiligen lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Perspektiven der Menschen vor Ort sei dabei ein zentraler Erfolgsfaktor.
Der Gastvortrag bot den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen internationaler Stiftungsarbeit. Die praxisnahen Beispiele aus Uganda verdeutlichten eindrucksvoll, wie wichtig kulturelle Sensibilität und kontextbezogene Anpassungen für den Erfolg von Bildungs- und Entwicklungsprojekten sind.
Wir bedanken uns bei unseren Gastrednern für Ihr regelmäßiges Engagement und die Einblicke in die Praxis!
Professor Christoph Barmeyer nahm vom 18. bis 20. Mai 2026 an der 16. ATLAS AFMI-Konferenz zum Thema „Management International et Territoires“ an der Université Clermont Auvergne teil. Die Konferenz beschäftigte sich mit dem Spannungsfeld von Globalisierung und Lokalisierung („Territoire“). Zum einen hielt er einen Vortrag über das laufende Forschungsprojekt in Montréal (zusammen mit Elisabeth Huber und Dr. Tobi Rodrigue von der Université du Québec à Montréal) mit dem Titel „Bank advisors as intercultural boundary spanners of immigrant integration? A case study of the Desjardins Group“. Zum anderen nahm er gemeinsam mit Prof. Pierre-Xavier Meschi (IAE Aix-en-Provence) und Prof. Jean-François Chanlat (Universität Paris-Dauphine) an einer Plenarsitzung zum Thema „International Business Research in a Fragmented World“ teil und vertiefte insbesondere konstruktive interkulturelle Aspekte wie Interdisziplinarität, Mehrsprachigkeit, Interkulturalismus und Bikulturalität. Im Rahmen der Konferenz konnte sich Professor Barmeyer mit weiteren Kollegen wie Professorin Ulrike Mayrhofer (IAE Nice, Université Côte d'Azur), Hélène Langinier (EM Strasbourg) und dem Chefredakteur der Zeitschrift Management International, Franck Barès (HEC Montréal), über mögliche Kooperationsprojekte austauschen. Insgesamt bot die Tagung inspirierende Forschung und den persönlichen kollegialen Austausch zu relevanten Forschungsthemen in einer angenehmen Atmosphäre.
Im Rahmen der Vorlesung „Einführung in die interkulturelle Kommunikation“ fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bikulturelle als Boundary Spanner“ statt. Im Mittelpunkt standen die besonderen Kompetenzen bikulturell geprägter Menschen und ihre Rolle als Vermittlerinnen und Vermittler zwischen unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen und sozialen Kontexten.
Auf dem Podium diskutierten Osman Nergiz und Melek Yildirim vom Passauer Startup Medtip sowie Julia Spiel von der Hans-Lindner-Stiftung, die dort für den Bereich Integration und die Tafel im Landkreis Rottal-Inn zuständig ist. Die drei Gäste brachten dabei sehr unterschiedliche biografische Perspektiven ein. Osman Nergiz verbrachte den Großteil seines Lebens in der Türkei, lebte jedoch bereits in seiner frühen Kindheit in Deutschland. Melek Yildirim ist Deutsch-Türkin in dritter Generation und bewegt sich seit ihrer Kindheit selbstverständlich zwischen beiden kulturellen Kontexten. Julia Spiel wanderte 2015 aus der Ukraine nach Deutschland ein und berichtete von ihren Erfahrungen als Zugewanderte und Integrationsakteurin.
Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass bikulturelle Menschen häufig über besondere Kompetenzen verfügen: Sie können unterschiedliche kulturelle Denkweisen nachvollziehen, Missverständnisse früh erkennen und zwischen verschiedenen Gruppen vermitteln. Gerade diese Fähigkeiten machen sie zu sogenannten „Boundary Spanners“ – Personen, die kulturelle, sprachliche oder soziale Grenzen überbrücken und dadurch Kommunikation und Zusammenarbeit erleichtern.
Anhand konkreter Beispiele aus ihrer beruflichen Praxis schilderten die Podiumsgäste, wie sie diese Kompetenzen im Arbeitsalltag einsetzen. Osman Nergiz und Melek Yildirim erläuterten, wie ihre deutsch-türkischen Hintergründe ihnen helfen, kulturelle Unterschiede im Gesundheits- und Kommunikationsbereich besser zu verstehen und Brücken zwischen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zu bauen. Julia Spiel berichtete von ihrer Arbeit im Integrationsbereich und bei der Tafel, wo Vertrauen, kulturelles Verständnis und Mehrsprachigkeit zentrale Voraussetzungen für gelingende Unterstützung und Zusammenarbeit seien.
Die Diskussion machte deutlich, dass bikulturelle Erfahrungen nicht nur persönliche Herausforderungen mit sich bringen, sondern zugleich wertvolle Ressourcen für Gesellschaft, Wirtschaft und soziale Arbeit darstellen. Besonders in einer zunehmend vielfältigen Gesellschaft gewinnen Menschen, die zwischen verschiedenen Kulturen vermitteln können, immer mehr an Bedeutung. Die Veranstaltung bot den Studierenden spannende Einblicke in gelebte interkulturelle Kommunikation und zeigte praxisnah, wie bikulturelle Kompetenzen als gesellschaftliche Stärke genutzt werden können.
Im Rahmen der AIB-LAC-Konferenz (Academy of International Business – Latin America and the Caribbean Chapter) vom 03. bis 05.03.2026 in Lima, Peru, nahm die wissenschaftliche Mitarbeiterin Tuzienka Chenet Ugarte teil und präsentierte ihre Studie mit dem Titel „When Opposites Converge: The Multicultural Influence of Latin American Leaders in German Organisations“. Die jährliche Konferenz bietet eine zentrale Plattform für den Austausch aktueller Forschungsergebnisse und die Vernetzung innerhalb der internationalen AIB-Community mit besonderem Fokus auf die lateinamerikanische Region.
Die Arbeit untersucht, wie lateinamerikanische Führungskräfte in deutschen Organisationen agieren und welchen Einfluss ihre multikulturelle Prägung auf Führungsstile, Entscheidungsprozesse und organisationale Dynamiken hat. Ihre Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis kontextbezogener und interkultureller Führung im Spannungsfeld unterschiedlicher kultureller und regionaler Kontexte. Für diesen Beitrag wurde Tuzienka Chenet Ugarte mit dem „CIBUL Award on Contextualization” des Academy of International Business (AIB) Latin America & the Caribbean Chapter ausgezeichnet. Der von AIB-LAC und CIBUL initiierte Preis würdigt die auf der Konferenz präsentierte beste Arbeit im Bereich International Business, die sich durch eine besonders überzeugende Kontextualisierung auszeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 500 £ wird vom International Business Department der Leeds University Business School (LUBS) gestiftet. Die wissenschaftliche Jury, die die Blind-Review-Verfahren durchführte, setzte sich aus renommierten Expertinnen und Experten des Fachgebiets zusammen, darunter Prof. Jeremy Clegg, Dr. Maria Alejandra Gonzalez-Perez, Dr. Jorge Carneiro und Prof. Catherine Welch.
Professor Barmeyer hielt sich vom 21. bis 24. März 2026 in Nizza und Monaco auf, um mit Professorin Ulrike Mayrhofer vom IAE Nice, Université Côte d’Azur, über eine interkulturelle Forschungszusammenarbeit in der Raumfahrtindustrie zu sprechen. Dabei geht es um die innovationsorientierte interkulturelle Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen und Ländern wie Frankreich, Deutschland und Italien. Ebenso traf Professor Barmeyer mit Dr. Sina Großkopf von der International University of Monaco (IUM) zusammen, um an aktuellen Artikelpublikationen zu arbeiten sowie eine Forschungskooperation zum Thema Interkulturalität in Organisationen und urbanen Kontexten zu besprechen. Am 23. März hielt er an der IUM einen Vortrag über konstruktive qualitative Fallstudien.
Elisabeth Huber, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation, wurde am 20. Februar 2026 im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Kanadastudien mit dem Prix d‘Excellence der Regierung von Québec ausgezeichnet. Der Preis würdigt ihre Masterarbeit mit dem Titel „Vom Bankschalter in die Gesellschaft und zurück? – Die Rolle der Caisse Desjardins im Integrationsprozess migrantischer Kunden”.
Die im Rahmen eines Forschungsprojekts von Professor Christoph Barmeyer und Tobi Rodrigue (Université du Québec in Montréal) verfasste Masterarbeit untersucht die Aktivitäten und Ansätze der Genossenschaftsbank Caisses Desjardins in Québec und deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Akkulturation ihrer migrantischen Kundschaft. Auf Basis einer qualitativ-interpretativen Analyse von 15 Interviews mit Angestellten der Genossenschaftsbank werden in der Arbeit insbesondere die proaktiven und kultursensiblen Banking-Praktiken hervorgehoben, die die Finanzinstitution als aktiven Integrationsakteur positionieren.
Der Preis wurde von Dr. Benedikt Miklós, Attaché für Politik, öffentliche Angelegenheiten und Kooperation der Regierung von Québec in München überreicht. Der Prix d’Excellence du Gouvernement du Québec wird jährlich von der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS) in Kooperation mit der Association Internationale des Etudes Québécoises (AIÉQ) für herausragende Arbeiten im Bereich der Québec-Studien verliehen und ist mit 3.000 kanadischen Dollar dotiert.
Erfreulich ist, dass dieser Preis erneut an eine Kulturwirtin und Mitarbeiterin des Lehrstuhls vergeben wurde. Maria Wilhelm erhielt im Jahr 2020 bereits den Preis für ihre Masterarbeit. Auch der Lehrstuhlinhaber Professor Christoph Barmeyer wurde 1995 mit diesem Preis ausgezeichnet.
Ein Dank geht zuletzt auch an die Bayerische Forschungsallianz sowie das Max Weber-Programm Bayern, durch deren Förderung die für das Projekt nötigen Forschungsaufenthalte in Québec großzügigerweise ermöglicht wurden.
Ende Januar 2026 verbrachte eine Gruppe von Studierenden der Tel Hai University eine Woche an der Universität Passau, um sich intensiv mit Interkulturalität im Unternehmertum auseinanderzusetzen. Finanziell ermöglicht wurde der Besuch mit Hilfe von Erasmus-Mitteln.
Der Besuch fand im Rahmen des interdisziplinären Proseminars Intercultural Entrepreneurship von Elisabeth Huber (Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation) statt, welches im Wintersemester erneut für Bachelorstudierende verschiedener Fachdisziplinen angeboten und in hybrider Form in Zusammenarbeit mit Dr. Tali Hadasa Blank (Tel Hai University) durchgeführt wurde. Neben grundlegenden Einführungen sowohl in Theorien und Konzepte der Kultur, Interkulturalität und Dilemmatheorie als auch des Unternehmertums und Geschäftsmodells umfasste ein großer Teil des Kurses die Arbeit an Fallstudien in kulturell gemischten Gruppen: Auf Grundlage der gelernten Konzepte entwickelten die Studierenden eine Fallstudie zu einem innovativen unternehmerischen Projekt aus Deutschland oder Israel. Als Basis dafür diente ein von den Studierenden mit den Gründenden selbst geführtes Interview, welches anschließend mit Blick auf die Konzepte ausgewertet und kreativ aufbereitet wurde. Im Fokus standen dabei die Dilemmata der Gründenden, welche direkte Einblicke in den unternehmerischen Alltag sowie die verschiedenen (inter)kulturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen in diesem Kontext boten. Die Studierenden hatten somit die Möglichkeit spannende unternehmerische Fälle praktisch zu bearbeiten, Verständnis für Prozesse des Gründens zu entwickeln, Theorie und Praxis selbst zu verknüpfen sowie die Zusammenarbeit in interkulturellen und virtuellen Teams zu erfahren und gestalten.
Im Rahmen der Woche in Passau konnten die Projekte von den Studierenden gemeinsam finalisiert und schließlich präsentiert werden. Feedback von den Dozierenden sowie der Leiterin von PATEC (Passau the Entrepreneurial Campus), Dr. Maria Diekmann, ermöglichte eine weitere Schärfung der Projekte. Neben diesen inhaltlichen Bestandteilen des Wochenprogramms stand auch ein Besuch des Campus und der Stadt auf dem Programm. Eine Führung durch den INN.Kubator (Gründerzentrum Passau) durch Tamara Schneider (Netzwerkmanagerin) ermöglichte darüber hinaus vertiefte Einblicke in Passaus Start-Up-Ökosystem.
Wir danken allen am Programm Beteiligten für die Unterstützung, insbesondere auch den Gründenden, die großzügig ihre Zeit und Expertise mit den Studierenden geteilt haben. Darüber hinaus ein großer Dank an das Akademische Auslandsamt, dessen kontinuierliches Engagement die interkulturelle Entrepreneurship-Woche erst möglich gemacht hat.
Auf Einladung der EURAM (European Academy of Management) präsentierten die Gewinner des EURAM Best Book Award 2025, Professor Christoph Barmeyer, und Constanze Ruesga Rath, am 9. Februar 2026 Inhalte zu ihrem bei Edward Elgar erschienenen Buch „Key Questions and Inspiring Answers in Cross-Cultural Management. Conversations with Leading Women Scholars”. In ihrem Buch beschäftigen sie sich mit einer grundlegenden Frage: Wie prägen unsere persönlichen Erfahrungen die Fragen, die wir als Wissenschaftler stellen, und wie verändert unsere Forschung wiederum unser Verständnis der Welt?
Das Buch zeigt anhand von persönlichen Interviews mit zwölf wegweisenden Wissenschaftlerinnen im Bereich des interkulturellen Managements die dynamische Wechselwirkung zwischen Biografie und Wissenschaft sowie die wichtigen konzeptionellen und methodischen Beiträge dieser Forscherinnen auf. Das EURAM-Webinar bot den Teilnehmenden aufschlussreiche Einblicke und eine authentische Perspektive auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der interkulturellen Managementforschung aus narrativer Perspektive. Diese kann auch junge Wissenschaftler für ihre Forschung inspirieren. Im Anschluss an die Präsentation erfolgte eine anregende Diskussion. Besonders bereichernd war, dass viele der im Buch zu Wort gekommenen Wissenschaftlerinnen anwesend waren und Beiträge zur Diskussion leisteten. Das Webinar wurde von Dr. Marine Condette, EURAM Executive Officer, organisiert und von Professor Jatinder Sidhu, EURAM Vice President Research, moderiert.
Eine Video Aufzeichnung des Webinars findet sich hier.
Im Rahmen des interdisziplinären Seminars „Sustainability & Inner Development Goals (IDG): Wirtschaftsethische, sozialethische und kulturvergleichende Perspektiven“ erprobten Schüler:innen der Q12 des Kurses „Politik und Gesellschaft“ des Gymnasiums Freudenhain einen Parcours zu den Inner Development Goals.
Der Parcours wurde von Studierenden unterschiedlicher Studiengänge unter der Leitung von Dr. Annekatrin Meißner (Institut Ethik WAW), PD Dr. Martina Maletzky de García (Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation) und Dr. Julia Blanc (Lehrstuhl für Theologische Ethik) mit großem Engagement entwickelt.
Ziel des Seminars war es, Nachhaltigkeit durch praxisnahe Erfahrungen, Reflexionen und kulturelle Vergleiche zu fördern. Der Parcours umfasst verschiedene Übungen, die jeweils einen anderen Aspekt der Inner Development Goals adressieren. So wurden Selbstreflexion, Perspektivenwechsel, das Einfühlen in andere kulturelle Realitäten sowie Wahrnehmung und zielgerichtete Kommunikation anhand von einzelnen Stationen des Parcours eingeübt.
Die Tools werden künftig als Methodenkoffer zum Ausleihen zur Verfügung stehen. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an PD Dr. Martina Maletzky de García (Martina.Maletzky-de-Garcia@uni-passau.de).
Ein herzlicher Dank gilt zusätzlich der Akademie N in Neumarkt und der Hans Lindner Stiftung für die begleitende Bereitstellung einer Ausstellung zu Sustainable Development Goals.
Die Veranstaltung zeigt, wie interdisziplinäres Lernen Brücken zwischen Wissenschaft, Schule und Praxis schlagen kann und wie bei Studierenden durch die eigene Entwicklung von Praxistools ein theoretischer Stoff nachhaltig verankert werden kann.
Im Rahmen der Vorlesung Einführung in die interkulturelle Kommunikation und das interkulturelle Management, die von PD Dr. Martina Maletzky de García (im Bild links) angeboten wird, fand am 14.01.2026 ein spannender Gastvortrag von Birgit Gabriel statt. Unter dem Titel „Der Umgang mit Sprachenvielfalt in Organisationen – Das Beispiel ARTE“ gab sie den Studierenden einen praxisnahen Einblick in die sprachliche und kulturelle Vielfalt des europäischen Kultursenders ARTE.
Frau Gabriel erläuterte, wie Sprachenvielfalt in einer binationalen Organisation nicht nur eine logistische Herausforderung, sondern auch eine große Chance für interkulturelles Lernen und Zusammenarbeit darstellt. Am Beispiel von ARTE zeigte sie auf, wie institutionelle Strukturen, Kommunikationsstrategien und Übersetzungsprozesse gestaltet werden, um den gleichberechtigten Austausch zwischen den französischen und deutschen Redaktionen zu fördern.
Besonderes Augenmerk legte sie auf die alltägliche Praxis des Sprachwechsels, die Rolle der Mehrsprachigkeit in Meetings und die Bedeutung von Sprachkompetenzen für das interkulturelle Management. Dabei wurde deutlich, dass Sprache bei ARTE nicht nur ein Werkzeug der Verständigung, sondern auch ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur ist.
Der Vortrag bot den Studierenden wertvolle Einblicke in die Verbindung von Theorie und Praxis interkultureller Kommunikation – und zeigte, wie Sprachenvielfalt erfolgreich gelebt und als Ressource genutzt werden kann.
Am Abend des 13. Januars 2026 fand die zweite Veranstaltung der Reihe „International Comfy Corner" statt, organisiert vom Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation und International Support Services. Ziel der Reihe ist es, internationale und deutsche Studierende zusammenzubringen, den Austausch zu fördern und das Einleben an der Hochschule zu erleichtern. Die International Comfy Corner findet dabei in variierenden Formaten statt. Vor Weihnachten wurde im Rahmen des World Wide Winter Markets gemeinsam gebastelt. Am 13.01. sollte ein Spieleabend den Austausch zwischen den Studierenden erleichtern. Mehr als 20 Studierende nahmen teil.
Nach einer offiziellen Begrüßung durch Barbara Bauersachs gab es einen Einstieg mit Kennenlernspielen, die das Networking erleichterten und Hemmschwellen abbauten. Im Hauptteil standen Brett- und Gruppenspiele im Vordergrund, die Teamarbeit, Kommunikation und interkulturellen Austausch förderten. Ein Buffet mit Snacks sorgte für das leibliche Wohl.
Die nächste Veranstaltung der International Comfy Corner findet am 06.02.2026 statt. In der Prüfungsphase soll hier das Augenmerk auf Stressmanagement und Achtsamkeit gelegt werden und einzelne Yogaeinheiten sind geplant.
Gefördert wird die International Comfy Corner vom Lehrinnovationspool der Universität Passau.